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Beitragsnachricht

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Uwe Ring: zur Belastungssituation der Rechtspfleger

Die Belastungssituation der Rechtspfleger im Land Brandenburg wird nicht honoriert. 1,21 Pensen auf Dauer bedeutet ja eine ständige Überlastung. Das Beurteilungssystem ist zur Anerkennung der wirklichen Leistungen der Rechtspfleger auch nicht geeignet. Dieses Punktesystem ohne Worturteil, kann die Persönlichkeit des Beurteilten nicht wiederspiegeln. Beurteilung oder auch Anlassbeurteilung ist daher auch eine irreführende Bezeichnung. Das Prinzip der Herabstufung nach einer Beförderung oder auch die Quotenregelungen stehen einer wirklichen Beurteilung im Wege. Niemand erledigt seine Aufgaben nur deshalb schlechter, weil er gerade befördert wurde. Eine Quotenregelung kann nicht gerecht sein, da die tatsächlichen Leistungen oder die persönlichen Eignungen ja nicht von der Anzahl bereits vergebener Punkte abhängen. Sollte es nicht eigentlich genau andersherum sein? Ehrlicher wäre es da schon, wenn statt von Beurteilung von einer Rangliste zur Vergabe von Beförderungsstellen gesprochen würde.

Das Beurteilungssystem weist noch einen besonderen Mangel auf. Ergebnis des Punktesystems ist eine Vernachlässigung von Lebensleistungen. Es ist nicht nachzuvollziehen, weshalb jemand der über lange Zeit, zehn oder zwanzig Jahre hindurch zuverlässig durchschnittliche Leistungen erbrachte, bei Bedarf immer da war, in seiner Beurteilung bei 4 oder 5 Punkten bleibt und so keine Chance auf eine Beförderung hat. Auch wenn es keine Gefälligkeitsbeurteilungen geben soll, sollten auch langfristig zuverlässige Leistungen besonders anerkannt werden.

Eine Mitbestimmung findet im gesamten Beurteilungsverfahren nicht statt. Die Beurteilung basiert in meist auf der Einschätzung einer einzelnen Person, des Entwerfers. In der Regel folgt der Beurteiler dieser Meinung. Fehler sind so nicht vermeidbar. Im Widerspruchsverfahren erfolgt dann auch keine Überprüfung der


Montag, 19. November 2012
Berndt, M.: zur Rechtspflegersituation

Entschuldigung, wenn ich mal meinen Senf dazu geben muss.   Gedankt wird uns in keiner Weise, wenn ich meine Beurteilung anhand des neuen Beurteilungssystems sehe. Da wird man nach pauschalen Vorgaben beurteilt, bloß nicht zu viel Punkte und die persönliche Leistung steht nicht im Vordergrund. Ich bin jedes Mal sehr verletzt. Trotz einer Dauerbelastung von über 1,2 Pensen seit Jahren und so gut wie tagfertiger Erledigung ohne Krankheit und ähnliches komme ich über 6 Punkte nicht für Arbeitspensum und Arbeitsrhytmus hinaus.  Nein, nach der Beförderung wird man erst einmal auf 4 Punkte runter gestuft. Dann darf man sich jeweils mit 0,2 und 0,15 Mehrpunkten in der nächsten Beurteilung begnügen. Ist doch alles ein Witz. Ich hatte mich schon mal gegen das Beurteilungssystem versucht zu wehren. Ist ja aber sinnlos. Dazu kommt noch diese Ignoranz mit dem Weihnachtsgeld..... Wir sind doch echte Staatsdiener.   Aber das wußten wir ja vorher. Schließlich haben wir auch die politische Ökonomie des Kapitalismus im Unterricht gehabt.

 


Mittwoch, 14. November 2012
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